Vereinsgeschichte


Gründung:

Am 1. Februar 1919 zieht ein junger Lehrer mit 26 Jahren in das Schnittlinger Schulhaus ein. Sein Name ist Lorenz Hilburger. Er stammt aus Waidhaus zu Bayern.

Ein junger Mann, der sich nicht nur auf seine schulischen Aufgaben konzentriert, sondern bereits im Frühjahr des selben Jahres einen Kirchenchor gründet.
Der Lehrer übernimmt auch die Eintragungen in die Ortschronik.

Lehrer Hilburger ist nun schon nahezu 3 Jahre in Schnittlingen. Man muss davon ausgehen, dass er im Unterricht die Kinder auch an Streich- und Zupfinstrumente herangeführt hat. Er selbst beherrschte diese Instrumente.

Zum Jahresende 1922 schreibt er in die Ortschronik:
„Zur Hebung der Geselligkeit gründet der Kriegsverein einen Gesangverein. Leiter Hauptlehrer Hilburger. Desgleichen schlossen sich jüngere Kräfte zu einem Musikverein zusammen, der an Weihnachten erstmals auftritt. Leiter Hauptlehrer Hilburger.“

Aus diesen Aufzeichnungen ist erkennbar, dass der Lehrer mit den älteren Jugendlichen schon seit längerer Zeit geübt hat. Das Hauptproblem war natürlich die Beschaffung der Instrumente. Das Geld hatte zu dieser Zeit nicht viel Wert. Millionär zu sein war fast alltäglich. Der Nachwelt soll nicht vorenthalten werden, dass die im Besitz des Musikvereins sich befindliche Bassgeige für 350.000 Mark gekauft und die Mittel hierzu durch die Getreidesammlungen aufgebracht wurden. Das ganze Dorf hat somit bei der Gründung des Musikvereins mitgewirkt ....!

 

1924 - 1930

Nach den ersten Jahren des jungen Vereins - 1924 waren schon die ersten Austritte - hat sich der so genannte Bubenverein doch langsam gefestigt. Eine Vorstandschaft wurde gewählt:
1. Vorsitzender Johannes Thierer, 2. Vorsitzender Franz Küchle, Schriftführer Anton Geiger, Kassierer Georg Brühl (Altbürgermeister).
Diese jungen Männer waren damals zwischen 18 und 25 Jahre alt.

Lehrer Hilburger muss auch ein großer Theaterfan, man darf sagen Theaternarr, gewesen sein. Bei jeder Gelegenheit wurde Theater gespielt: zur Familienfeier, zur Weihnachtsfeier und zur Fasnet.

Also, dieser Lehrer hat die Schnittlinger auf Trab gebracht!

Im Oktober 1927 verlässt Lehrer Hilburger Schnittlingen. Der Schriftführer des Vereins hält fest: „Ein schwerer Verlust für unseren Verein.“

Als Nachteil der Streichmusik wurde immer empfunden, dass sie im Freien schlecht zu hören war. Am 26. August 1928 wurde bei der Generalversammlung beschlossen, eine Blechmusikkapelle zu gründen und Blasinstrumente anzuschaffen.

Der Verein wurde von der Freien Musikervereinigung in den Musikverein Eintracht umgetauft. Ein viel versprechender Name, der in diesen Jahrzehnten einiges aushalten musste.

Der erste Auftritt mit der Blechmusik erfolgte bereits bei der Weihnachtsfeier 1928. Eine tolle Leistung, dies in der kurzen Zeit
(4 Monate) zu schaffen, selbst wenn sie nur einfache Weihnachtslieder gespielt haben.

 "Super Talente", schreibt der Schriftführer in sein Buch, "die Begeisterung war riesengroß". Die Unterrichtung und Leitung erfolgte in den ersten Monaten und Jahren durch Musiklehrer Ziern aus Geislingen.

Im Jahr 1930 konnte dann Xaver Klaus aus Wißgoldingen als Dirigent gewonnen werden. Er kam mit dem Fahrrad nach Schnittlingen. Später mit dem Leichtmotorrad.
Klaus war ein erfahrener Blas- und Militärmusiker. Feste Probentage gab es damals noch nicht. Auch nur ganz wenige Telefonanschlüsse. Wenn Klaus zur Probe gekommen ist, dann hat unser Ehrenvorstand Josef Ziller die Musiker selbst zusammengetrommelt. Oft hat er beim Hirsch zum Fenster herausgeblasen und wenn dann Milchablieferung war, dann wusste das ganze Dorf: der Dirigent ist da!

 

1930 - 1940

Unter der Leitung von Xaver Klaus hat die Kapelle dann auch an Wertungsspielen teilgenommen. Nicht ganz freiwillig, wie der Schriftführer vermerkt, sondern verpflichtet durch den Süddeutschen Blasmusikverband.
Zum ersten Mal 1934 in Donzdorf. Gespielt wurde die Ouvertüre „Mignonette“ mit 14 Musikern. Mit dem 1 b Preis war man nicht zufrieden, so der Schriftführer. Im Jahr darauf klappte es dann besser in Kirchheim. Mit der Ouvertüre „Der Zukunftsgeist“ wurde die Wertung 1 a vorzüglich erreicht.

In dieser Zeit hat der Verein dann auch schon Veranstaltungen durchgeführt. Gartenfest, Hammellauf und auch die Nachbarorte Treffelhausen, Böhmenkirch, Stötten und Donzdorf wurden besucht und es wurde dort Musik gemacht.

Aus der Geschichte wissen wir, dass Ende der dreißiger Jahre eine schwere Zeit für unser Land kam: Die Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Auch Schnittlingen muss seinen Tribut leisten. Das Vereinsleben kommt völlig zum Erliegen.

 

1940 - 1950

Ein schwerer Tag ist dann für die Schnittlinger noch der Fliegerangriff am 19. April 1945. Neun Gebäude brannten nieder. An den Musikverein denkt in dieser schweren Zeit niemand.

Die Nachkriegszeit war geprägt von den schmerzhaften Erinnerungen an den Krieg und den Wiederaufbau der abgebrannten Höfe. Die Zeit musste Wunden heilen.

Schillers Zitat „Und neues Leben blüht aus den Ruinen“ trifft auch für Schnittlingen zu.

1949 wird der Musikverein wieder zum Leben erweckt. Es wird eine Vorstandschaft gewählt:
1. Vorsitzender Johannes Thierer (Schlosser), 2. Vorsitzender Josef Ziller (Schmid), Schriftführer Anton Geiger, Kassierer Anton Eisele.

Es wird auch wieder mit der Ausbildung von Jugendlichen begonnen, die von den älteren Musikern übernommen wurde.

 

1950 - 1960

Die Leitung der Kapelle hatte in dieser Zeit Herr Funk aus Donzdorf. 1952 übernimmt Lehrer Michalka den Dirigentenstab. Auch er hat sich sehr um die Jugendarbeit gekümmert.

Lehrer Michalka legt 1957 aufgrund von Meinungsverschiedenheiten den Dirigentenstab nieder. Helfer in der Not ist dann Manfred Engler aus Böhmenkirch.
Herr Engler hatte damals aber schon bereits zwei Kapellen: Böhmenkirch und Überkingen. Er bringt dann 1958 August Walling nach Schnittlingen. August Walling war ehemaliger Militär- und Berufsmusiker.
Von ihm hat die Kapelle sehr viel gelernt und viele lustige Episoden erinnern noch heute an ihn.

In dieser Zeit wurde dann auch die erste einheitliche Kleidung beschafft. Sie wurde vom Schnittlinger Schneider Osswald gefertigt und hatte noch einen etwas militärischen Zuschnitt mit Schirmmütze.

August Walling sagte dann immer in seinem hamburgerischen Dialekt:

„Jungs, Uniform verpflichtet!"

Offene Jacke oder Knopf - das war bei ihm Tabu.

 In der Vorstandschaft hat sich in dieser Zeit auch einiges geändert:
1. Vorsitzender Josef Ziller, 2. Vorsitzender Georg Geiger, Schriftführer Walter Geiger, Kassierer Anton Eisele (damals noch senior).

In den Jahren nach dem Krieg, bis in die 60-iger Jahre, blühte der Verein dann schon wieder auf mit einer jungen Mannschaft, die aber geführt werden musste.
Dies geschah durch zwei Unentwegte: dem Schmid Josef Ziller und dem Schuster Anton Eisele.

 

1960 - 1970

1962 wurde das 40-jährige Jubiläum gefeiert. Zum ersten Mal stand in Schnittlingen ein Festzelt in Heinzmanns Wiese in der Nenninger Straße.

Die finanzielle Grundlage erwirtschaftete der Verein auch damals schon aus seinen Veranstaltungen.

Ein gutes Gartenfest, abends noch mit Tanzkapelle „Atlanta“, dann konnte in diesem Jahr nicht mehr allzu viel passieren.

 

1970 - 1980

Das 50-jährige Jubiläum 1972 verbunden mit dem Lautertaler Musikertreffen zum ersten Mal in Schnittlingen. Das war dann auch diese Zeit, wo der Verein an den größeren Einnahmen geschnuppert hat.
Ein super Fest auf der Wiese von Bernhard Eisele vis à vis vom Friedhof.

In der Vorstandschaft gab es auch Veränderungen:
Anton Eisele junior übernimmt das Amt des Kassierers von seinem Vater. Manfred Geiger wird Schriftführer als Nachfolger von Walter Geiger.

1974 übernimmt Franz Eisele die musikalische Leitung des Vereins. Ein junger Mann aus den eigenen Reihen. Schulkamerad – Alterskamerad, ein jeder kennt ihn. Eine nicht leichte Aufgabe.
Als erfahrener Tanzmusiker der Kapelle Atlanta bringt er neuen Schwung in die Kapelle, die damals ca. 25 Musiker stark war.

1975 hat Franz Nägele von Josef Ziller das Amt des 1. Vorsitzenden übernommen.

Zielstrebig hat sich der Verein der Jugendarbeit gewidmet. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wurden Mädchen ausgebildet und in die Kapelle aufgenommen. Es war das erklärte Ziel von Franz Eisele, den Klarinetten- und Saxophonsatz zu stärken; und das ging am schnellsten mit Mädchen.
Unter seiner Leitung hat die Kapelle sehr erfolgreich an Wertungsspielen teilgenommen.

1977 hat der Musikverein in Eigenleistung das alte Schnittlinger Rathaus abgebrochen und dafür von der Gemeinde 8.000,-- DM erhalten. Dieser Betrag wurde ganz in die Jugendarbeit investiert.

1979 übernimmt Wolfgang Geiger das Amt des Schriftführers von seinem Bruder Manfred Geiger.

In dieser Zeit wurde auch das Schnittlinger Straßenfest geboren, das die letzten 2 ½ Jahrzehnte dem Verein viel Arbeit, aber auch Erfolg und Gewinn gebracht hat.

 

1980 - 1990

Beim 60-jährigen Jubiläum 1982 ging die Kapelle beim Festabend mit 60 aktiven Musikern auf die Bühne. Eine hervorragende Leistung für ein Dorf mit damals 460 Einwohnern.

Nach 22 Jahren Tätigkeit als 2. Vorsitzender gibt Georg Geiger sein Amt an einen Jüngeren. Klaus Kaiser ist der Nachfolger.
Georg Geiger hat den Verein bei allen Veranstaltungen durch seine Möglichkeit als Bauunternehmer mit seinem Fuhrpark und seinen Materialien immer sehr tatkräftig unterstützt und dies wird bis zum heutigen Tag fortgesetzt.

1987 erfolgt der Umzug ins neu gebaute Gemeindehaus. Bisher hat die Kapelle 6 ½ Jahrzehnte im Vereinslokal „Hirsch“ geprobt.
Der Proberaum wurde immer kostenlos zur Verfügung gestellt.
Es war normal, dass der Musikverein hier 2 – 3 mal die Woche im Hirsch ein und aus ging.

 

1990 - 2000

1990 hat der Verein die Schnittlinger Festtage, verbunden mit dem Lautertaler Musikertreffen, gefeiert. Eine gelungene Veranstaltung, die wieder die ganze Kraft des Vereins gefordert hat und mit wagemutigem Einsatz vom Programm her doch erfolgreich war.

1991 hat Franz Nägele den Vorsitz des Musikvereins an Robert Gold abgegeben. Auch unter seiner Regie gibt sich der Verein in der Jugendarbeit sehr viel Mühe, mit sehr gutem Erfolg.

1993 bei der 700-Jahrfeier war der Verein sehr gefordert und hat zusammen mit der Dorfgemeinschaft Hervorragendes geleistet.
Diese Veranstaltung hat unserem Ort sehr große Anerkennung eingebracht.

1997 haben dann Feuerwehr und Musikverein gemeinsam gefeiert. Auch in dieser kurzen Zeitspanne von 1993 bis 1997 ist es gelungen, den ganzen Ort zu mobilisieren. Das waren zwei Großveranstaltungen innerhalb von 4 Jahren, die keine negativen Spuren hinterlassen haben.

Nach 25 Jahren gibt Franz Eisele 1998 die musikalische Leitung des Musikvereins aus beruflichen Gründen auf. Franz hat in diesen 2 ½ Jahrzehnten sehr gute Arbeit für den Musikverein geleistet.

Der Vereinsleitung ist es gelungen, mit Werner Häußler einen Dirigenten nach Schnittlingen zu verpflichten, mit dem die Kapelle hervorragend zurecht kommt.
Die Teilnahme am Wertungsspiel hat dies auch bestätigt. Vor allem schätzen die Aktiven das menschliche Miteinander.

1999 gibt Schriftführer Wolfgang Geiger nach 20-jähriger Tätigkeit sein Amt an Claudia Nägele ab. Unser Wolfgang war bei allen Veranstaltungen auch immer der Betriebselektriker.

In Folge der guten finanziellen Lage des Musikvereins braucht auch unser Kassierer einen Hilfssheriff. Dies ist Marc Burger.



2000 - heute

Im Dezember 2002 wurde im Gasthaus Hirsch das 80-jährige Bestehen des Musikvereins gebührend gefeiert. In Sketchen und geschichtlichen Rückblicken ließ man die vergangenen Jahre des Vereins im Kreise der Gemeinde und allen Musikerinnen und Musikern Revue passieren.

In der Hauptversammlung im April 2003 werden einige neue Gesichter in die Vorstandschaft gewählt:
Robert Gold übergibt nach 12 Jahren sein Amt als erster Vorsitzender an Thomas Siegler. Nachdem Anton Eisele 32 Jahre lang erfolgreicher Kassierer beim Musikverein war, gibt er sein Amt vertrauensvoll in die Hände von Marc Burger. 2. Kassierer wird Markus Geiger. Ulrike Binder löst Klaus Geiger als Jugendleiterin ab.

Im Frühjahr 2004 wird mit 20 Jugendlichen eine neue Jugendgruppe gegründet.

Ein Highlight im Vereinsjahr 2005 waren die Schnittlinger Festtage. Anlässlich des Lautertal Musikertreffens veranstaltete der Musikverein Schnittlingen dieses Großereignis. Trotz schlechter Wetterbedingungen können wir auf ein erfolgreiches und sehr gut besuchtes Fest zurückblicken. Vom 4. - 8. Mai 2005 war in Schnittlingen so einiges geboten: Ein super Auftakt war der Oldieabend mit der Tanzkapelle "atlanta-sextett". Die Besucher zog es in Scharen zum Schwofen ins Festzelt und man kann sagen, dass alle auf ihre Kosten gekommen sind. Die Bayrischen Hiatamadln heizten am nächsten Tag dann so richtig ein und verstanden es, Stimmung ins Festzelt zu bekommen. Am Freitagabend bot die Rock-Cover-Band "One" wieder professionelles Show-Entertainment der Extraklasse. Die Philharmoniker der Volksmusik "Die Mooskirchner" aus der Steiermark zeigten am Samstagabend, wie man richtig professionell Volksmusik macht. Der Sonntag begann mit der Öschprozession, die vom Musikverein begleitet wurde. Insgesamt 20 Gruppen, darunter acht Musikkapellen, boten einen bunten Festumzug.

Überschattet wurde das Vereinsjahr durch den plötzlichen Tod des zweiten Vereinsvorsitzenden Klaus Kaiser im Juni 2005, der das Vereinsleben drei Jahrzehnte lang entscheidend mitgeprägt hat.

Bei der Hauptversammlung am 1. Juli 2005 wurde die Vereinsleitung neu gewählt. Das Amt des zweiten Vorsitzenden übt nun Alexander Geiger aus. Als Beisitzer kamen Herbert Gold (aktiv) und Matthias Müller (passiv) neu hinzu.  Außerdem wurde die Satzung geändert. Nachdem es viele Änderungen im Vereins- und Steuerrecht gab, musste diese überarbeitet und aktualisiert werden.

Nach 25 Jahren fand das Straßenfest im Jahr 2006 zum ersten Mal an einem neuen Standort (beim Gemeindehaus) statt.
Zu den Highlights in diesem Jahr zählten die Auftritte bei der Landesgartenschau in Heidenheim und die Mitwirkung beim Konzert der Stadtkapelle Geislingen in der Jahnhalle.

Gerhard Brühl stellte sich nach 12 Jahren als aktiver Beisitzer bei der Hauptversammlung im Frühjahr 2007 nicht mehr zur Wahl. Nachfolger wurde Achim Kaiser.
In den Sommerferien 2007 besuchte die Jugendgruppe erfolgreich den D1-Lehrgang in Lichteneck und konnte somit im Januar 2008 in die aktive Kapelle integriert werden.

Seit Februar 2009 wird wieder eine neue Jugendgruppe ausgebildet. Klaus Geiger erteilt den Kindern und Jugendlichen Theorieunterricht. Ab dem Sommer soll dann das Spielen der Instrumente erlernt werden.

Bei der Hauptversammlung am 17.4.2009 wurde Adelbert Munk als Schriftführer und Carolin Kaiser als Jugendleiterin neu gewählt.



2010 - heute

Die Teilnahme an Wertungsspielen ist immer wieder ein Highlight im Vereinsleben. Am 26.6.2011 nahm der Musikverein „Eintracht“ Schnittlingen am Wertungsspiel in Emerkingen teil. Mit sehr gutem Erfolg hatten wir unser musikalisches Können unter Beweis gestellt und konnten den Tag somit zufrieden ausklingen lassen.

Bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 14.10.2011 wurde die Vereinsleitung neu gewählt. Johannes Geiger wurde als 1. Vorsitzender und Herbert Gold als 1. stellvertretender Vorsitzender gewählt. Zum 1. Kassier wurde Markus Geiger und Achim Kaiser wurde zum 2. Kassier gewählt.
Neu als aktive Ausschussmitglieder wurden Carolin Kaiser, Dominik Kaiser und Anika Thierer gewählt. Als passives Ausschussmitglieder wurde Markus Rieger gewählt. Als Jugendleiterin wurde Dorothee Brühl einstimmig bestätigt.

Das Vereinsjahr 2013 versprach dann großes. Das 45. Lautertal-Musikertreffen wurde zusammen mit der „Gaudi auf d’r Alb“ gefeiert. Die Feierlichkeiten dauerten vom 3. bis 6. Oktober 2013. Trotz des schlechten Wetters war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Der Auftakt war ein Fassanstich mit Bürgermeister Nägele und Ortsvorsteher Kaiser. Für die musikalische Umrahmung waren die Butzbachmusikanten zuständig. Am frühen Nachmittag übernahm auf der 2. Bühne dann der Musikverein aus Köngisbronn die musikalische Begleitung. Als Headliner brachten dann die „Albfetza“ auf der Hauptbühne die Stimmung zum Kochen. Am 4.10. war dann „Freaky Friday“ angesagt. Hierfür wurde das Zelt in einen riesigen Dancefloor mit unterschiedlichsten Bars umgebaut. Die Radio 7 Party mit DJ Matze Ihring brachte ins Zelt wahres Discofeeling, sodass das Partyvolk voll auf ihre Kosten kommen konnten. Für den Samstag wurde das Zelt wieder umgebaut, denn es war Oktoberfest angesagt. Zum Warm-Up spielte die Blasmusik Böheimkirchen aus Niederösterreich auf bevor dann der Hauptact anstand: Die Band „Alpenmafia“ übernahm das Zepter und die in Stimmung gebrachten Gäste erlebten Livemusik von Oberkrainer, Alpenrock, Tanzmusik bis hin zu den aktuellen Charts mit einer guten Portion Rock. Das  45. Lautertal Musikertreffen mit einem großen Festzug rundete das Fest am Sonntag ab. Den Abschluss bildete dann das Atlanta-Sextett in fast Originalbesetzung der 70er Jahre.

Ab dem Schuljahr 2014/ 2015 wurde ein neuer Weg in der Jugendausbildung eingeschlagen. In Zusammenarbeit mit der Grundschule Treffelhausen wurde eine Bläserklasse ins Leben gerufen. Sowohl im Verein als auch in der Schule können nun die Kinder das musizieren Erlernen.

Bei der Hauptversammlung 2015 wurde Florian Munk als neuer Jugendleiter gewählt.

Zur Weihnachts- und Jahresabschlussfeier 2015 legte Werner Häußler den Dirigentenstab nieder. Nach 16 erfolgreichen und harmonischen Jahren beim Musikverein „Eintracht“ Schnittlingen und damit über 30 Jahre Dirigententätigkeit und über 50 Jahre aktive Tätigkeit in der Blasmusik übergab er die Stabführung an Klaus Geiger. Klaus übernimmt nun als Dirigent einen Verein mit 66 aktiven Musikerinnen und Musiker.

Als Dirigent hat Klaus Geiger seit 2000 die Jugendgruppe begleitet. Thomas Siegler übernimmt ab 2016 dieses Amt übergangsweise bis Theresa Brühl ab September 2016 als Dirigentin beginnt. Die Jugengruppe umfasst nun 21 Mädels und Jungs in der auch die Bläserklasse integriert ist.

Die Vereinsaktivitäten umfassen ein breites Spektrum. Dazu gehören z. B. die alljährlichen Veranstaltungen wie das Straßen- und Gartenfest, musikalische Auftritte sowie das gemeinsame Herbstkonzert der Musikvereine Böhmenkirch, Treffelhausen und Schnittlingen.
Durch Kameradschaftsabende, Fußballturniere, gemeinsame Unternehmungen und Weihnachtsfeiern wird die Geselligkeit innerhalb des Vereins gestärkt.

Bis zum heutigen Tage hat der Musikverein seinen hohen kulturellen Stellenwert in der Albgemeinde Schnittlingen beibehalten.


Heute – zählt der MV Schnittlingen über  182 Mitglieder:
95 Passive, 87 Aktive (51 männlich, 36 weiblich), davon 26 Jugendliche.